
Wenn ich acht Stunden Zeit hätte, um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen. – Abraham Lincoln
Wahre Worte, die sich auf viele Situationen übertragen lassen. Für erfolgreichen Videoschnitt ist nichts katastrophaler als ein Dreh ohne Storyboard. Wohl jeder kennt es aus seinem Privatleben: Nach dem Urlaub nochmal schnell das Video für Facebook schneiden… wo war noch gleich Szene XY? Wieso haben wir ABC eigentlich gefilmt… Da war doch irgendwas….
Ein Storyboard erleichtert den Dreh und den anschließenden Schnitt ungemein und das finale Video wird auch ungleich besser, wenn schon das Storyboard gut durchdacht war.
Bei einem Urlaubsideo oder Spaßdreh in der Mittagspause sind solche Szenensprünge eher Anlass zur Erheiterung, aber bei einem Kampagnenvideo, das finanzielle Ziele erreichen soll, würden wir lieber darauf verzichten.
Ein gutes Storyboard vorbereiten
Was möchtest du mit deinem Video aussagen? Wenn du für dich geklärt hast, was genau deine Aussage sein soll, wird es dir viel leichter fallen, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und so deine Zuschauer zu fesseln. Zu lange Videos oder eintönige Szenen, in denen vermeintlich wenig passiert, sind bei der niedrigen Konzentrationsspanne er Internetnutzer ein Garant für Fehlschläge.
- Was ist das wichtigste Thema deines Videos?
- Welche Szenen können deine Aussage am sinnvollsten unterstützen?
Szenen „auflösen“ – Drehvorbereitung
Wenn du diese Dinge in Erfahrung bringen konntest, mache dir Gedanken darüber, wie du die Szenen „auflösen“ möchtest.
- Welche Kameraeinstellungen benutzt du wann?
- Wo liegt zu welchem Zeitpunkt der Fokus?
- Welche Stimmung möchtest du in deinem Video rüberbringen?
- Sind schnelle Schnitte für dein Thema und deine Zielgruppe besser geeignet oder ist es sinnvoller eine langsamere Schnittfrequenz zu wählen? Ein Action Cam Video ist kein Workshop 😉
Das Storyboard
Erstelle eine chronologische Reihenfolge. Das Storyboard hilft dir, deine Ideen besser zu visualisieren und zu planen. Zahlreiche Hersteller bieten spezielle Software für Storyboards an. Wir arbeiten zum Beispiel gerne mit Celtx.
Ob Software, Word Datei oder Stift und Papier, das Storyboard ist dein roter Faden für den Dreh. Je genauer und ausführlicher die Planung, desto leichter der anschließende Dreh. So vermeidest du zum Beispiel, dass Szenen nachgedreht werden müssen. Viel zu häufig fällt erst beim Schnitt auf, dass Szene A zur falschen Tageszeit gedreht wurde und überhaupt nicht in zu den folgenden Szenen passt.
Welches Equipment kommt wann und wo zum Einsatz?
Bei kleinen Drehs im Büro kaum ein Problem, aber sowie Szenen weiter weg stattfinden oder in angemieteten Locations gefilmt werden sollen, muss das richtige Equipment vor Ort sein. Zeit ist schließlich Geld, besonders, wenn Location und eventuelle Darsteller auch noch bezahlt werden wollen.
Es klingt simpel und selbstverständlich, aber das Fehlen eines kleinen Adapters hat schon große Drehs platzen lassen.
Fazit: Gute Planung ist die halbe Miete
Hat meine seine Aufnahmen im Vorfeld gut geplant kommt man schneller ans Ziel! Und ja, auch Hitchcock hatte seine Filme bereits vor dem Dreh im Kopf bereits bis ins letzte Detail geplant!
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